Genderpolitik

Zweigeteilte Arbeitswelt

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Zweigeteilte Arbeitswelt

Neueste Nachrichten aus dem Böckler Impuls, Ausgabe 20/2015

Frauen arbeiten nach wie vor mehrheitlich in Frauenberufen, Männer in Männerberufen – und im Laufe eines Arbeitslebens verstärkt sich diese Tendenz noch. Das kann mit überkommenen Denkmustern zusammenhängen. (Quelle: Böckler Impuls, Ausgabe 20/2015)

Frau mit Bauhelm am Steuer eines Baggers Foto: D. Braun / pixelio.de Eigentlich keine große Sache: Frauen stehen ihren Mann!

Geschlechtertrennung ist in vielen Bereichen gang und gäbe: Es gibt Frauenzeitschriften und Männermagazine, Damensalons und Barbiere, Überraschungseier für Mädchen und für Jungen.

Und es gibt Frauenberufe und Männerberufe. Wie stark die geschlechtliche Segregation am Arbeitsmarkt aktuell ausfällt und wie sie sich erklären lässt, zeigt eine Studie von Anne Busch-Heizmann.

Die Auswertung der Soziologin von der Universität Hamburg basiert auf aktuellen Daten des Mikrozensus, des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) und der Erwerbstätigenbefragung des Bundesinstituts für Berufsbildung und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.

Die Zahlen belegen, „dass der deutsche Arbeitsmarkt von einer paritätischen beruflichen Verortung von Frauen und Männern noch weit entfernt ist“.

Hoher Frauenanteil in wenigen Berufsgruppen

Den Berechnungen zufolge arbeiten knapp 58 Prozent der männlichen Erwerbstätigen in Berufen mit mindestens 70 Prozent Männeranteil. Erwerbstätige Frauen gehen zu 52 Prozent einem weiblich dominierten Beruf nach.

In Berufen, die weniger als 30 Prozent Geschlechtsgenossen aufweisen, ist dagegen nicht einmal ein Zehntel der Männer und Frauen tätig.

Ein weiterer Befund: Frauen konzentrieren sich auf einige wenige Bereiche, bei den Männern ist das Spektrum breiter. Lediglich fünf von 138 Berufsgruppen der neuen Berufsklassifikation des Statistischen Bundesamtes weisen einen Frauenanteil von mindestens 90 Prozent auf, in 26 Berufen machen dagegen Männer über 90 Prozent der Erwerbstätigen aus.

Inwieweit Frauen in technischen Berufen nach wie vor diskriminiert werden und warum dabei verbreitete Geschlechterstereotype einen wichtigen Faktor darstellen, lesen Sie im vollständigen Artkel auf der Website der Hans-Böckler-Stiftung.

Die gesamte Ausgabe 20/2015 des Böckler Impulses gibt es hier als PDF zum Download: