Chancengleichheit

Schon 200 sagen "Komm, mach MINT."

Chancengleichheit

Schon 200 sagen "Komm, mach MINT."

Pressemitteilung des nationalen Paktes für Frauen in MINT-Berufen

Auch der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) arbeitet jetzt im Nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen „Komm, mach MINT.“ mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zusammen. (Quelle: Pressemitteilung des nationalen Paktes für Frauen in MINT-Berufen)

Zukunft der Fachkräftesicherung: Junge Frauen in MINT-Berufen Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V. (CC BY-SA 3.0) Zukunft der Fachkräftesicherung: Junge Frauen in MINT-Berufen

Der Nationale Pakt für Frauen in MINT-Berufen „Komm, mach MINT.“ will mehr Frauen gewinnen für Berufe und Studiengänge im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, die sogenannten MINT-Fächer. Dafür ist der ZDH nun als 200. Partner dem Pakt beigetreten.

"Von überlieferten Rollenmustern müssen sich junge Frauen bei der Berufswahl heute zum Glück nicht mehr leiten lassen, sondern können auf ihren individuellen Interessen und Talenten aufbauen. Damit junge  Frauen gerade im technischen und naturwissenschaftlichen Bereich die vielen Möglichkeiten für sich entdecken können, ist der MINT-Pakt entstanden", sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka.

"Die junge Frauengeneration ist so gut ausgebildet wie noch nie, wir können und wollen in Deutschland auf das Potenzial dieser Frauen in MINT-Berufen nicht verzichten!"

ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer sagte: "Frauen erobern das Handwerk in vielen Bereichen. Sie arbeiten nicht nur an der Werkbank mit, sondern koordinieren ganze Produktionsabläufe oder leiten ihren eigenen Handwerksbetrieb. Insgesamt ist schon jeder fünfte Handwerksmeister eine Meisterin. Auch in stark technisch orientierten Handwerksberufen stehen Frauen facettenreiche Ausbildungsgänge und Karriereperspektiven offen. Dafür wollen wir künftig noch mehr von ihnen begeistern."

Hintergrundinfos zum Nationalen Pakt

Der Nationale Pakt für Frauen in MINT-Berufen wurde vor sieben Jahren auf Initiative des BMBF ins Leben gerufen. Ziel des Paktes ist es, Schülerinnen auf technisch-naturwissenschaftliche Berufe aufmerksam zu machen, ihr Interesse zu fördern sowie den Anteil von Hochschulabsolventinnen und weiblichen Führungskräften zu erhöhen.

Insbesondere bei den Frauen sieht die Bundesregierung hier angesichts von demografischem Wandel und drohendem Fachkräftemangel ein noch zu wenig genutztes Potenzial.

Das Netzwerk ist seit 2008 stark gewachsen. In dem Pakt vertreten sind Gewerkschaften und Verbände, Unternehmen und Stiftungen, Forschungsorganisationen und Hochschulen, Länder, Vereine und Medien.

Mit der Unterzeichnung des Memorandums verpflichten sich die Partner beispielsweise dazu, ein Angebot an Praktikumsplätzen für Mädchen zur Verfügung zu stellen, das Paktziel in eigene Fachkräfte- und Nachwuchsinitiativen einzubeziehen oder jungen Frauen die Ausbildungs- oder Studienorientierung mit gezielten Unterstützungsangeboten zu erleichtern.

Mehr als 1000 Maßnahmen sind aktuell in der Projektlandkarte gelistet. Sie zeigen diverse Möglichkeiten, wie Mädchen und junge Frauen entlang der gesamten Bildungskette in Workshops, Sommerhochschulen und Aktionstagen für MINT begeistert werden können.

Koordiniert werden die Aktionen durch die Geschäftsstelle von "Komm, mach MINT." im Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V.

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks will als neuer Pakt-Partner künftig verstärkt die vielfältigen Qualifizierungs- und Karrieremöglichkeiten, die das Handwerk im Bereich MINT bietet, bewerben und durch Berufsorientierungs- und Unterstützungsangebote noch mehr Mädchen und Frauen dafür gewinnen.

Frauenanteil in technischen Berufen: leicht steigend

In technischen Ausbildungsberufen ist der Frauenanteil der Auszubildenden zuletzt leicht gestiegen, er betrug im Jahr 2013 rund elf Prozent. Damit liegt der Frauenanteil dort deutlich unter dem der Auszubildenden insgesamt (38,6 Prozent).

Bei den technisch-naturwissenschaftlichen Studiengängen entwickelt sich der Anteil der Studienanfängerinnen positiv. So zeigt ein Blick auf die Verteilung von Studentinnen auf die Fächergruppen im Studienjahr 2013, dass der Anteil der MINT-Studienanfängerinnen mit 26 Prozent größer ist als der Anteil an MINT-Studentinnen mit 23 Prozent.

Mehr Informationen zum Thema gibt es auf den Websites des Nationalen Paktes "Komm, mach MINT.", des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sowie des Zentralverbands des Deutschen Handwerks.

Die Pressemitteilung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finden Sie auf der rechten Seite als PDF zum Download.