Bereich Genderpolitik

ver.di Satzung zur Gleichstellung

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ver.di Satzung zur Gleichstellung

ver.di hat in der Satzung unter § 5, Zweck, Aufgaben und Ziele als politische Ausrichtung die Realisierung der Gleichstellung von Männern und Frauen verankert. Zur Erreichung dieses Zieles ist im Absatz f) die „Verwirklichung der Geschlechterdemokratie und die gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen in Betrieb, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik, auch unter Anwendung des Gender Mainstreaming“ postuliert. Leitziel § 5
in der ver.di-Satzung Gleichstellung durch Anwendung Gender
Mainstreaming
Zur Koordination und Organisation des Gender Mainstreaming in allen Politikfeldern der ver.di sieht die Regelung des § 59, Absatz 4, letzter Satz, die Entwicklung von Strukturen für das Gender Mainstreaming und die Benennung von Beauftragten vor. § 59 ver.di-Satzung
- Entwicklung von Strukturen
- Benennung von Beauftragten
Die Chancengleichheit von Frauen und Männern ist ein Verfassungsauftrag und wesentliches Element für den Ausbau einer demokratischen Gesellschaft mit der Zielsetzung der Geschlechterdemokratie. Sie erfasst alle Lebensbereiche und bedeutet die Einbeziehung der Geschlechterfrage in alle gewerkschaftlichen Konzeptionen und Maßnahmen. Einbeziehung in gewerkschaftliche
Konzeptionen,
Maßnahmen
Herstellung von Chancengleichheit und Veränderung von Geschlechterbeziehungen ist nur erreichbar, wenn in allen Politikbereichen das Ziel der Geschlechterdemokratie angestrebt und umgesetzt wird und sich alle Akteurinnen und Akteure gleichermaßen verantwortlich fühlen. Umsetzung liegt in der Verantwortung von allen
Genderpolitik-/Gender Mainstreaming ist hierbei ein eigenständiges Politikfeld, mit Querschnittsaufgaben für die gesamte Organisation und zentrales Handlungsprinzip, um Diskriminierung der Geschlechter in gewerkschaftlichen Arbeitsfeldern aufzuzeigen, ggf. ihre Ursachen zu untersuchen und Veränderungen herbei zu führen. Ursachen von Diskriminierung aufzeigen und verändern
Die Strategie des Gender Mainstreaming ist ein Instrument, um die Chancengleichheit in Strukturen, Inhalten und insbesondere Entscheidungsprozessen durchzusetzen. Durch Gender Mainstreaming wird die Geschlechterfrage in alle – auch vermeintlich geschlechtsneutrale – Bereiche transportiert. Gender Mainstreaming als Instrument
Politische und administrative Entscheidungsprozesse, Verfahrensweisen und Gestaltungsformen werden auf ihre frauen- und männerdiskriminierende Inhalte hin überprüft, mit der Zielsetzung, die Diskriminierung abzubauen. Inhalte von Entscheidungsprozessen überprüfen
Die Umsetzung der Gleichstellungspolitik, die Veränderung des Perspektivwechsels von der Zweigeschlechtlichkeit hin zur Rollen- und Geschlechtervielfalt liegt in der Verantwortung derer, die fachliche und/oder politische Verantwortung tragen. Alle Akteure und Akteurinnen tragen Mitverantwortung zur Verwirklichung der Geschlechterdemokratie. Perspektivwechsel
Die praktische Realisierung und Umsetzung der Aufgaben der Abteilung Genderpolitik/Gender Mainstreaming erreicht im Idealfalle, dass alle politischen Akteure und Akteurinnen geschlechtersensibel sind, Geschlechterverhältnisse als selbstverständliche Elemente komplexer Problemlösungen betrachtet werden und Effekte politischer Maßnahmen in ihren Auswirkungen auf das Geschlechterverhältnis überprüft und ggf. verändert werden. Chancen liegen insbesondere darin, dass Männer und Frauen aktiv in Veränderungsprozesse eingebunden werden. Geschlechtersensibilisierung
Gender Mainstreaming hat damit die Aufgabe, ver.di zu einer innovativen, zukunftsorientierten geschlechterdemokratischen Organisation weiter zu entwickeln. ver.di als innovative Gewerkschaft
Gender Mainstreaming bedeutet aber nicht die Aufhebung spezifischer Frauen- und Gleichstellungspolitik. Die Abteilung Frauen- und Gleichstellungspolitik ist ein eigenes Politikfeld mit dem Ziel, Positionen und Forderungen zu erarbeiten, um Frauen eine gleichberechtigte Teilhabe in allen Bereichen zu ermöglichen, Benachteiligungen aufzuheben und dazu konkrete Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen.

zwei Wege zum Ziel:
Eigenständigkeit der Frauen- und Gleichstellungspolitik
Beide Abteilungen ergänzen sich bei der Zielstellung, Geschlechterdemokratie zu erreichen. Die Ausgangspunkte, Verfahrensweisen, Beteiligungsformen und Kompetenzen sind dabei unterschiedlich. Die sich ergänzenden Strategien müssen solange gleichrangig verfolgt werden, bis die Gleichstellung der Geschlechter erreicht ist.