Genderpolitik

Gender Budgeting – auch für den Bundeshaushalt!

Broschüre

Gender Budgeting – auch für den Bundeshaushalt!

Aktuelle Studie "Öffentliche Gelder wirkungsvoll, gerecht und transparent verteilen... mit Gender Budgeting!"
Gender Budgeting Geschlechtergerechtigkeit Greg Brave, #100497267, Fotolia.com Gleichstellung hat einen unmittelbaren Bezug zur gerechten Verteilung von Ressourcen und Mitteln.

Was ist überhaupt Gender Budgeting? Was bringt das für die Demokratie? Und wie kann es eingeführt werden? Die Autorin Mara Kuhl gibt Antworten in ihrer aktuellen Studie.

Aus dem Vorwort zu "Öffentliche Gelder wirkungsvoll, gerecht und transparent verteilen... mit Gender Budgeting!" von Mara Kuhl:

Mit Blick auf die Gleichstellung der Geschlechter sind in den letzten Jahren wichtige Fortschritte erzielt worden: Von der Einführung des Mindestlohns profitieren insbesondere Frauen, der Ausbau der Kindertagesbetreuung wurde vorangetrieben, mit dem Elterngeld Plus wurden flexiblere Angebote bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen und Männer geschaffen, eine Frauenquote für Aufsichtsräte wurde eingeführt und ein Lohngerechtigkeitsgesetz verabschiedet.

Es ist allen klar: Gleichstellung hat einen unmittelbaren Bezug zu der Frage der gerechten Verteilung von Ressourcen und Mitteln. Seit vielen Jahren bietet das Gender Budgeting das konkrete finanzpolitische Instrumentarium, um einen weiteren wichtigen Hebel an die Umsetzung der Strategie des Gender Mainstreaming anzusetzen.

Auch das Gutachten der Kommission zum Zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung empfiehlt, für die „Stärkung von Strukturen und Instrumenten für die Durchsetzung von Gleichstellung“ die Etablierung einer gleichstellungsorientierten Haushaltspolitik – eben Gender Budgeting – auf der Bundesebene.

Diesem Thema widmet sich die vorliegende Kurzexpertise und geht dabei insbesondere zwei Fragen nach:

  • Welche Argumente sprechen für die Einführung von Gender Budgeting?
  • Und: Wie kann Gender Budgeting (auch auf Bundesebene) implementiert werden?

Dabei werden zahlreiche Beispiele aus dem nationalen wie auch dem internationalen Kontext vorgestellt, die zeigen, dass Gender Budgeting vielerorts bereits selbstverständlicher Teil moderner Haushaltsführung ist.

Es ist an der Zeit, das Potenzial von Gender Budgeting für eine wirkungsvolle, gerechte und transparente Verteilung öffentlicher Ressourcen auch auf Bundesebene zu nutzen. 

Die vollständige Expertise "Öffentliche Gelder wirkungsvoll, gerecht und transparent verteilen... mit Gender Budgeting!" von Mara Kuhl steht auf der Website der Friedrich-Ebert-Stiftung bereit.