Diversity

Geschlecht und Behinderung als Diversity-Dimensionen

Fachdialog Gender

Geschlecht und Behinderung als Diversity-Dimensionen

in Betrieben und Verwaltungen

Der Fachdialog Gender hat sich zur Aufgabe gemacht, Diversity in Betrieben und Verwaltungen zu beleuchten. Um vom Allgemeinen zum Konkreten zu kommen, werden einzelne Diversitäts-Dimensionen in den Fokus genommen.  

Geschlecht

ist seit gut vierzig Jahren von der autonomen und institutionalisierten Frauenbewegung und -forschung bearbeitet. Seit etwas kürzerer Zeit beschäftigen sich auch - zunehmend institutionalisiert - Männer mit Männlichkeit(en) und Mann-Sein. Neben geschlechter-getrennten Entwicklungen gibt es spätestens mit Gender Mainstreaming auch gemeinsame Bearbeitungen von Geschlechteraspekten in Betrieben und Verwaltungen.

Vor diesem Hintergrund wurden folgende Fragenkomplexe von Karin Schwendler, Leiterin des Bereichs Frauen- und Gleichstellungspolitik in ver.di und Martin Rosowski, Vorstandsvorsitzender des Bundesforum Männer und Geschäftsführer der Männerarbeit in der EKD, thematisiert:

  • Was trennt und was verbindet Frauen- und Männerpolitik?
  • Welche „alten Hüte“ werden heute immer noch diskutiert?
  • Welche „neuen Schläuche“, sprich Rahmenbedingungen, bieten Veränderungspotentiale für die Gleichstellung von Frauen und Männern in Betrieben und Verwaltungen?

Die Diversity-Dimension

Behinderung

hat die Verwirklichung von Selbstbestimmung und Inklusion von chronisch kranken und (schwer-)behinderten Menschen zum Ziel. Dazu gehören unter anderem der gleiche Zugang zum Arbeitsmarkt und Beschäftigungspositionen sowie die Überwindung von Praktiken der Diskriminierung. Eine Reihe von Fortschritten in der Gesetzgebung sowie der gesellschaftlichen und öffentlichen Wahrnehmung haben bisher nicht zu einem erhöhten Anteil behinderter Menschen im Beschäftigungssystem gesorgt: 3,6 % in der Privatwirtschaft und 5,6 % bei öffentlichen Arbeitgebern.

Prof. Dr. Ernst von Kardorff von der Humboldt Universität Berlin ist Mitautor der Expertise im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes „Zugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderungen“ und griff folgende Fragen auf:

  • Wie ist der gesellschaftliche und betriebliche Status Quo der Beschäftigung mit Behinderung?
  • Welche „alten Hüte“ im Sinne von mentalen Barrieren und Vorurteilen begegnen chronisch kranken und (schwer-)behinderten Menschen auf dem Arbeitsmarkt?
  • Welche „neuen Schläuche“, sprich Rahmenbedingungen, sind für eine Inklusion Behinderter in Betrieben und Verwaltungen notwendig?