Diversity

Diversity als Handlungsfeld für Interessenvertretungen

Fachdialog Gender

Diversity als Handlungsfeld für Interessenvertretungen

Vielfalt zwischen Normalität, Ausgrenzung und Akzeptanz - Diversity als Handlungsfeld für Interessenvertretungen

Diversity Management ist in seiner momentanen Ausprägung zunächst einmal ein Managementkonzept. Vielfalt wird hier zur Effizienzsteigerung und Gewinnmaximierung eingesetzt. Aber der Begriff und die Idee von Vielfalt haben ihren Ursprung auch in der Menschenrechtsbewegung. Die Anerkennung und Wertschätzung von Verschiedenheit berührt somit auch Aspekte der Verteilungsgerechtigkeit und Chancengleichheit – und damit auch die Arbeit der Interessenvertretungen. Diese standen auf dem 11. Fachdialog Gender am 27. November 2012 folgerichtig im Mittelpunkt.

Angesichts von Verteilungskämpfen aufgrund von Wirtschaftskrisen und neoliberaler Beschäftigungspolitik sind die Interessenvertretungen derzeit überwiegend mit Verhinderungen des Schlimmsten beschäftigt. Da bleibt keine Zeit mehr für so „Weltverschönerungsideen“ wie Diversity. Sollte es aber!

Die Vielfalt von Belegschaften als Ressource zu sehen bedeutet für Betriebs- und Personalräte in ihren Handlungsfeldern dafür zunächst einmal eine Sensibilität zu entwickeln.  Diversity Management bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte für die originären Themen der Interessenvertretungen z.B. im Personalbereich, aber auch bei der Arbeitsorganisation. Es lassen sich eine Vielzahl besserer Lösungen finden, wenn Diversity in der Arbeit der Interessenvertretung berücksichtigt wird.

Es ist an der Zeit, diese Potentiale zu erkennen und zu nutzen.

Dr. Edelgard Kutzner von der Sozialforschungsstelle an der Technischen Universität Dortmund stellte Handlungsfelder und Schritte zur Umsetzung von Diversity vor. Dazu stellte sie ein Instrument vor, das kostenlos im Internet unter www.online-diversity.de zur Verfügung steht.

Dr. Ursula Matschke von der Stadt Stuttgart berichtete, welche Chancen und Schwierigkeiten mit einem Diversity Mainstreaming verbunden sind.

In den anschließenden Arbeitsgruppen wurden anhand von Thesen der Referentinnen die Interessen und Anliegen der Teilnehmenden diskutiert.