Chancengleichheit

Bundesinitiative Klischeefrei: Büdenbender als Schirmherrin

Chancengleichheit

Bundesinitiative Klischeefrei: Büdenbender als Schirmherrin

„Wir wollen Jugendliche ermuntern, gängige Rollenklischees kritisch zu hinterfragen.“
Frau Männerberuf Geschlechterklischee MINT Gina Sanders, #4807980, Fotolia.de Klischees und Rollendenken sollten den wichtigen Schritt der Berufswahl nicht beeinflussen.

Elke Büdenbender, Ehefrau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, übernimmt die Schirmherrschaft der Bundesinitiative „Nationale Kooperationen zur Berufs- und Studienwahl“. Das Bündnis aus Bildung, Politik, Wirtschaft und Forschung macht sich stark für Berufsorientierung frei von Geschlechterklischees. (Quelle: Pressemitteilung des BMFSFJ vom 20.10.2017)

„Für mich ist es eine echte Herzensangelegenheit, Jugendliche beim Übergang von der Schule in das Berufsleben zu unterstützen", so Büdenbender. "Für jeden jungen Mann und jede junge Frau gibt es viele Wege in Ausbildung, Studium und Beruf. Das birgt Chancen und Herausforderungen, bei denen sie Unterstützung brauchen.

Dazu gehört, ihre tatsächlichen Begabungen und Interessen zu fördern, zu ermuntern, gängige Rollenklischees kritisch zu hinterfragen und den Blick zu öffnen für die Vielfalt der Ausbildungswege und Berufe. So erschließen sich die Chancen, die ihnen das Leben an dieser Stelle bietet.“

Die Verwaltungsrichterin selbst hat vor ihrer Karriere als Juristin eine Ausbildung als Industriekauffrau in einem Maschinenbaubetrieb absolviert.

Noch immer ist der Ausbildungs- und Arbeitsmarkt in Deutschland geschlechtsspezifisch aufgeteilt. Vorstellungen zur beruflichen Eignung sind eng mit stereotypen Rollenmustern verknüpft. Dadurch beschränken sich Jugendliche in ihrer Entscheidungsfindung auf bestimmte Berufe. Das kann zu strukturellen, ökonomischen und persönlichen Nachteilen führen.

Jeder Mensch ist anders begabt und talentiert. Klischees und Rollendenken sollten daher den großen und wichtigen Schritt der Berufswahl nicht beeinflussen.

Elke Büdenbender, Schirmherrin der Bundesinitiative Klischeefrei

Die Bundesinitiative „Nationale Kooperationen zur Berufs- und Studienwahl frei von Geschlechterklischees“– kurz: Klischeefrei –  engagiert sich dafür, diese Aufteilung der Berufe nach Geschlecht und deren Auswirkungen zu beseitigen. Es sollen individuelle Fähigkeiten gefördert und auf dem Arbeitsmarkt geschlechtsunabhängig berücksichtigt werden.

Die Initiative Klischeefrei vereint bundesweit Akteurinnen und Akteure aus Bildung, Politik, Wirtschaft und Forschung, die sich aktiv für eine geschlechtsunabhängige Berufs- und Studienorientierung einsetzen.

Büdenbender appelliert an alle, die junge Menschen bei der Berufswahl begleiten, sich der Initiative anzuschließen: „Wir müssen vorurteilsfreie Berufsorientierung in die Praxis tragen und junge Menschen unterstützen, ihren Lebens- und Berufsweg selbstbestimmt zu gestalten. Ein Blick von außen kann dabei noch einmal ganz andere Perspektiven eröffnen.“

Die Nationalen Kooperationen

Ziel ist, durch Zusammenwirken von allen mit der Berufs- und Studienorientierung befassten Institutionen Geschlechterklischees zu überwinden. Damit sollen die Jugendlichen zur Lebensplanung entsprechend ihrer Talente und Möglichkeiten befähigt werden.

Die Bundesinitiative wurde 2014 von den Bundesministerien für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und für Bildung und Forschung (BMBF) ins Leben gerufen. Mitglieder der Initiative sind inzwischen fünf Bundesministerien, mehrere Landesministerien, die Bundesagentur für Arbeit, Sozialpartner, Wissenschaft, Praxis und Wirtschaft.

Zentrale Anlaufstelle zur Beratung sowie zur Vernetzung ist die Servicestelle beim Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V. und dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB). Sie wird gefördert vom BMBF sowie vom BMFSFJ.

Weitere Informationen zur Bundesinitiative Klischeefrei gibt es auf www.klischee-frei.de. Dort stellt die Initiative Beispiele guter Praxis für eine klischeefreie Berufsorientierung sowie  Faktenblätter, Arbeitshilfen und Studien zum Thema zur Verfügung.