Chancengleichheit

Führungskräfte-Monitor 2017

Broschüre

Führungskräfte-Monitor 2017

Anteil von Frauen in Führungspositionen nimmt nur noch langsam zu, Gleichstellung liegt in weiter Ferne
Gleichstellung Mann Frau Gender Chancengleichheit Delphotostock, #123325968, Fotolia.com Die Verdienstlücke zwischen Männern und Frauen ist immer noch erheblich.

Der neue Führungskräfte-Monitor 2017 des Deutschen Institus für Wirtschaftsforschung (DIW) ist soeben erschienen, geschrieben von Elke Holst und Martin Friedrich. (Quelle: Pressemitteilung des DIW vom 18. Juli 2017)

Die Studie informiert auf Basis von neun Kerngrößen mit 52 Einzelindikatoren auf 168 Seiten nicht nur über die Entwicklung des Anteils von Frauen in Führungspositionen und die dortigen Verdienstunterschiede, sondern gibt auch einen Einblick in die beruflichen und privaten Lebenswirklichkeiten von angestellten Führungskräften in der Privatwirtschaft.

Der Frauenanteil ist in dieser Gruppe in 20 Jahren (1995 bis 2015) um rund zehn Prozentpunkte auf etwa 30 Prozent gestiegen. Vor dem Hintergrund des rasanten Qualifikationszuwachses von Frauen in Vergangenheit bleibt die Entwicklung allerdings hinter den Erwartungen zurück.

Offenbar spielen auch  kulturelle Rahmenbedingungen eine wichtige Rolle:

  • In Ostdeutschland lag der Frauenanteil 2015 bei 44 Prozent und war innerhalb von 20 Jahren um 19 Prozentpunkte gestiegen;
  • in Westdeutschland lag er hingen zuletzt bei 27 Prozent und nahm in 20 Jahren mit 8 Prozentpunkten deutlich schwächer zu.

Damit  sind in Ostdeutschland sowohl das Niveau des Frauenanteils sowie die Entwicklungsdynamik höher als in Westdeutschland. Die Verdienste, aber auch der Gender Pay Gap waren dagegen in Ostdeutschland deutlich geringer.

Der Gender Pay Gap bei Führungskräften hat sich in den vergangenen Jahren im Mittel leicht verringert, die Verdienstlücke blieb mit durchschnittlich 23 Prozent aber erheblich.

Vergleicht man statt des Durchschnittswertes den häufig als robustere Größe geltenden Medianwert, der von extrem hohen und niedrigen Werten kaum beeinflusst wird, hat sich der Verdienstunterschied zwischen Männern und Frauen mit 26 Prozent nicht verändert. Er lag 2015 auf dem Niveau von vor 20 Jahren (1995).

Die vollständige Publikation findet ihr auf der Website des DIW als PDF.