Chancengleichheit

Girls'Day & Boys'Day 2017

Chancengleichheit

Girls'Day & Boys'Day 2017

In diesem Jahr war das Angebot so groß wie noch nie!
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Gegen Rollenbilder und Geschlechterklischees: Am Girls’Day und Boys’Day 2017 bekamen wieder zehntausende Jungen und Mädchen die Chance, in vermeintlich typische Berufe des jeweils anderen Geschlechts hinein zu schnuppern. (Quelle: Pressemitteilung BMFSFJ vom 27. April 2017)

In diesem Jahr war das Angebot so groß wie noch nie: Beim Girls’Day wurde mit mehr als 10.000 Veranstaltungen zum ersten Mal seit dem Start im Jahr 2001 eine fünfstellige Zahl erreicht. Insgesamt 6.500 Veranstaltungen beim Boys’Day waren ebenfalls Rekord. Insgesamt haben an den Aktionstagen 2017 rund 100.000 Mädchen und über 30.000 Jungen teilgenommen.

Am Girls’Day informieren sich Mädchen über Ausbildungsberufe und Studiengänge in den Bereichen Handwerk, Technik, Naturwissenschaften und IT, in denen Frauen selten vertreten sind. Manche bekommen aber auch die Gelegenheit, weibliche Vorbilder in Führungspositionen aus Wirtschaft oder Politik kennenzulernen – so wie Hanna (9) und Yola-Marie (12). Sie durften anlässlich des Girls’Day bereits gestern Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig auf Schritt und Tritt begleiten: Zusammen mit der Ministerin fuhren sie zu einem Termin im Rahmen des W20-Treffens wo über die Gleichstellung von Frauen und Männern diskutiert wurde. Für beide Schülerinnen waren dies aufregende Stunden, in denen sie die große Politik hautnah miterleben und viele Fragen stellen konnten.

Es ist gut, wenn Mädchen und Jungen ihren Horizont erweitern und wir ihnen helfen, Rollenbilder aufzubrechen!

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig

 „Junge Menschen träumen davon, den Beruf zu finden, der zu ihnen passt", erklärte Manuela Schwesig. "Das große Interesse am Girls’Day und Boys’Day zeigt, dass bei den Jugendlichen ein Umdenken erfolgt. Die Zeiten der ‚Frauen- bzw. Männerberufe‘ sind längst vorbei. Sie entsprechen nicht mehr den Wünschen und Potenzialen der jungen Menschen, und auch nicht den Realitäten des Arbeitsmarktes. Die gesamte Breite an Berufen muss für alle offen stehen“, so Manuela Schwesig weiter.

Am 27. April hat der Staatssekretär im BMFSFJ, Dr. Ralf Kleindiek, die Betriebsschule U-Bahn der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) besucht. Dort wurde im Rahmen des Girls’Day teilnehmenden Mädchen gezeigt, wie man eine U-Bahn fährt. Anschließend betonte Dr. Kleindiek: „Es ist eine wichtige Aufgabe, Jungen und Mädchen das ganze Spektrum an Berufen zu verdeutlichen, damit sich ihre Berufswahl an ihren Interessen und Fähigkeiten orientiert und nicht daran, welchen Beruf ‚ein Junge‘ oder ‚ein Mädchen‘ gewöhnlicher Weise ausübt. Geschlechterklischees schränken die Berufswahl ein. Motivierte und ihren Interessen und Fähigkeiten nach eingesetzte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind aber nicht nur für diese selbst sondern ebenso für das Unternehmen und seinen Erfolg ein Zugewinn“.

Girls’Day und Boys’Day eröffnen Jugendlichen jedes Jahr neue Horizonte jenseits der traditionellen Berufswahl. Der Boys‘Day hatte seit dem Start 2011 über 190.000 Teilnehmer. Beim Girls’Day haben im Zeitraum von 2001 bis 2016 insgesamt 1,7 Millionen Mädchen neue Berufe kennengelernt. 21 Prozent der teilnehmenden Unternehmen haben bereits junge Frauen eingestellt, die sie über den Girls’Day kennen und schätzen gelernt haben.

Sowohl Girls’Day als auch der jüngere Boys’Day zeigen messbare Auswirkungen auf das Berufswahlverhalten junger Frauen und Männer.

Dazu zwei Beispiele:

  1. Seit Beginn des Girls’Day ist der Frauenanteil bei den auszubildenden Fahrzeuglackiererinnen von 5,5 Prozent im Jahr 2000 auf 15 Prozent im Jahr 2015 gestiegen.
  2. Der Anteil der Männer in der schulischen Ausbildung zum Erzieher hat sich seit Einführung des Boys’Day von 16,8 Prozent (2012) in nur drei Jahren auf 18,6 Prozent erhöht.

Der Girls’Day  – Mädchen-Zukunftstag wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Der Boys’Day – Jungen-Zukunftstag | Neue Wege für Jungs wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

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