Chancengleichheit

Der Industrie 4.0 fehlen Frauen im Management

Chancengleichheit

Der Industrie 4.0 fehlen Frauen im Management

Zur Situation von Frauen im Management in den drei Top-Branchen der Industrie 4.0

Elektrotechnik, IKT oder Maschinenbau: Wie sieht es in der Industrie 4.0 mit Frauen im Management aus? (Quelle: MINT-News des Kompetenzzentrum Technik, Diversity, Chancengleichheit vom 12.05.2016)

Junge Dame im Heimwerkerkeller Foto: D. Braun / pixelio.de Mehr Frauen an die Technik!

Das "Kompetenzzentrum Frauen im Management" (Kompetenz-FiM) der Hochschule Osnabrück beleuchtet zusammen mit Bisnode Deutschland die Situation von Frauen im Management in den drei Top-Branchen von Industrie 4.0: der Elektrotechnik, der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) und dem Maschinenbau.

  • Industrie 4.0-Branchen liegen mit 7,2 Prozent Frauen im Top-Management im Jahr 2016 deutlich hinter dem Bundesdurchschnitt von 11,7 Prozent
  • Ost und West: Sachsen und Thüringen haben einen etwa 5 Prozent höheren Anteil an Frauen im Management als Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg

Aktuelle Studien führender, internationaler Personalberatungsunternehmen belegen inzwischen, dass ein hoher Anteil von Frauen im Top-Management wie ein Katalysator wirke, der das gesamte Management auf einen neuen Qualitätslevel bringen kann, so die Forschungsgruppe des Kompetenzzentrums Frauen im Management, die Professoren Andreas Frey, Heiko Tapken und Barbara Schwarze.

Die neuen Digitalisierungsprozesse brauchten neue Formen der Vernetzung, der Kommunikation und der Führung. Erstaunlich sei es daher, dass gerade die IKT-Branche derzeit erheblich zu dem geringen Anteil von 7,2 Prozent an Top-Managerinnen im Bereich Industrie 4.0 beitrage.

Und: Selbst im Mittelmanagement der Industrie-4.0 Branchen stagniere der Anteil der Frauen in Industrie 4.0 seit dem Jahr 2012 bei 26 Prozent.

Die Zahlen bei den Informatikerinnen, Mathematikerinnen, Natur- und Wirtschaftswissenschaftlerinnen und selbst bei den Ingenieurinnen machen nach Ansicht des Osnabrücker Teams eines deutlich: Es fehle nicht an weiblichem Nachwuchspotenzial für das Management von Industrie 4.0!

Ziel der Studie ist es daher, Erkenntnisse zu gewinnen, in welchem Maße die großen „Treiber-Branchen“ von Industrie 4.0 fähig sind, den anstehenden Paradigmenwechsel in den Führungsprozessen auch mit einer Veränderung der Nachfolge- und Nachwuchsstrategien zu verbinden. 

Die vollständigen Ergebnisse der FiM-Studie finden Sie auf der Website des Kompetenzzentrums Technik, Diversity, Chancengleichheit.