Arbeits- und Gesundheitsschutz

Sachgrundlose Befristungen – ein Massenphänomen

Arbeits- und Gesundheitsschutz

Sachgrundlose Befristungen – ein Massenphänomen

DGB fordert ein Ende der Befristung ohne sachlichen Grund.
Befristung ver.di Die Befristung ohne sachlichen Grund muss vom Tisch!

Über 3,2 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten in befristeten Arbeitsverhältnissen – Tendenz steigend. Befristungen schaffen neben beruflicher Unsicherheit auch niedrigere Löhne.

Befristete Beschäftigungen nehmen immer mehr zu. Inzwischen haben 3,2 Mio. Menschen nur ein befristetes Arbeitsverhältnis:

  • Bei Männern sind 38 Prozent aller neu abgeschlossenen Arbeitsverträge befristet,
  • bei Frauen sind es sogar 47 Prozent.

Vor allem junge Menschen sind betroffen.

Befristungen schaffen nicht nur berufliche Unsicherheiten, sondern sind oft auch mit deutlichen Lohneinbußen verbunden.

Dabei nutzen Arbeitgeber die großzügigen gesetzlichen Regelungen aus: Bis zu zwei Jahre können Arbeitsverhältnisse ohne einen Sachgrund befristet werden.

Was ursprünglich als Mittel zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit gedacht war, ist inzwischen zu einem Massenphänomen geworden.

Arbeitgeber entlasten sich von Risiken, mit der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit hat dieses Verhalten nichts mehr zu tun.

Zeit zum Handeln!

Der DGB fordert den Gesetzgeber deshalb auf, die Möglichkeit der Befristung ohne sachlichen Grund zu beenden.

Geschlechterdifferenzierte Daten zur befristeten Beschäftigung

  • In Heft 3/2017 der Reihe arbeitsmarktaktuell des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) werden u. a. Zahlen zur befristeten Beschäftigung nach Geschlecht dargestellt:
    DGB-arbeitsmarktaktuell 3/2017 (PDF, 630kB)