Arbeits- und Gesundheitsschutz

Psychische Stressoren

Psychische Stressoren

Kriterien psychischer Stressoren als Puzzleteile aufgeteilt in ihre Beschreibung, Belastung und Ressouce Heike Werner Psychische Stressoren als Puzzle

Zielstellung: Die Teilnehmenden lernen Kriterien, entsprechende Beschreibungen, Ressourcen und Belastungen kennen. Um einen Austausch zwischen den Teilnehmenden her zu stellen, soll die Station in Gruppen durchgeführt werden.

Es gibt 41 Kriterien. Um zu verhindern, dass sich der Ehrgeiz der Teilnehmenden auf die Zusammensetzung der Puzzleteile reduziert und die Inhalte nicht mehr wahrgenommen werden, sollten jeweils 4 Kriterien mit den dazugehörenden Teilen zusammen gepackt sein.

Methoden: Quartett-Puzzle mit den 4 Aspekten, jede Gruppe soll mindestens 4 Kriterien zusammenpuzzeln.

Diese Station kann in Einzelarbeit durchgeführt werden, mehrere Personen wären für den Austausch sinnvoll.

Material: Farbige DIN A 4 Blätter mit den Texten werden zerschnitten, vorbereitet sind jeweils 4 Kriterien, so dass lediglich 16 Puzzleteile z.B. in einem Umschlag sind.

Kriterium Beschreibung
Belastung Ressource

Darum geht's  

In den Betrieben und Verwaltungen ist der Arbeitgeber gemäß Arbeitsschutzgesetz §§ 3-6 verpflichtet Gefährdungsbeurteilungen durchzuführen.

Und zwar

  • als Erstbeurteilung an bestehenden Arbeitsplätzen,
  • als Wiederholung der Beurteilungen in regelmäßigen Abständen,
  • bei Veränderung der Arbeitsbedingungen
  • bei Neuplanung und Gestaltung von Arbeitssystemen,
  • wenn Schutzmaßnahmen nicht mehr ausreichen,
  • wenn neue Erkenntnisse, z.B. aus der Arbeitsmedizin vorliegen

Bei der Ermittlung der Gefährdungen sind sowohl die physischen als auch psychosozialen Belastungen zu ermitteln. In Bezug auf den klassischen betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz existieren bereits Erkenntnisse, die physische Belastungen und Gefährdungen betreffen. 

Die Beurteilung der physischen Belastungen ist auch in Hinblick auf die psychischen Belastungen wichtig, da auch Defizite in Bereichen der so genannten „harten Faktoren“ zu psychischen Fehlbelastungen führen können. Als Beispiele seien hier Lärm oder unzureichende Beleuchtung genannt. 

Für die psychischen Belastungen kann auf diesen Erkenntnis- und Instrumentenschatz noch nicht in diesem umfangreichen Rahmen zurück gegriffen werden. Hinzu kommt, dass gerade bei den sogenannten „weichen“ Faktoren die Arbeitgeber oft noch nicht bereit sind, intensiv einzusteigen. Daher umfassen die Befragungen und die Ermittlungen der psychischen Belastungen nicht immer die Gesamtbreite der möglichen Aspekte. 

Die hier vorgestellten Kriterien, welche Belastungs- und Gefährdungsfaktoren bzw. Ressourcenpotentiale abbilden, stammen aus einer Checkliste, die als Analyseinstrument für die Mitbestimmung bei den Gefährdungsbeurteilungen genutzt werden kann.

Variante 2  

Methode: Bei größeren Veranstaltungen für Tischgruppen entsprechend der TeilnehmerInnenzahl  mehrere (mindestens 4 verschiedene) Puzzle gemischt auf den Tisch legen und in der Gruppe puzzeln lassen. Dabei darauf hinweisen, dass die Gruppe sich vordergründig am Text orientieren soll (nicht an der Puzzleteilform). Nach einer bestimmten Zeit kann zum nächsten Tisch gewechselt werden und weitere Kriterien gepuzzelt werden.

Material: Farbige DIN A 4 Blätter mit den Texten werden zerschnitten, vorbereitet sind jeweils mindestens 4 Kriterien, so dass lediglich 16 Puzzleteile z.B. in einem Umschlag sind. Die Gesamtzahl der Kriterien muss entsprechend der TN-Zahl und der Tischplätze aufgeteilt werden – dabei sollten mindestens 4 Kriterien pro Tisch vorgesehen werden.

Variante 3  

Methode: Für Betriebsversammlungen bzw. Workshops geeignet

Die Kriterien aus der Checkliste (siehe CD) auf Karten schreiben, Dabei  je nach Situation und Gruppenzusammensetzung eine relevante Auswahl treffen

Vorbereitete Karten auf einer Pinnwand untereinander anordnen und eine Tabelle erstellen. Beschäftigte punkten lassen, welche Kriterien aus ihrer Sicht wichtig sind, bearbeitet zu werden. Nach einer Gewichtung, bei einzelnen Kriterien in die Tiefe gehen und an ihnen konkret arbeiten - was funktioniert nicht (Wut, Unzufriedenheit)– was könnte anders laufen (Hoffnung) was könnte anders gemacht werden (Aktion).

Kriterium sehr wichtig auch noch wichtig
Entwicklungsmöglichkeiten   II
Führungsverhalten III  
Lernförderlichkeit    
Grenzen Arbeitswelt/Privatleben IIII