Arbeits- und Gesundheitsschutz

Haus der Arbeitsfähigkeit

Haus der Arbeitsfähigkeit

gezeichnetes Haus, bestehend aus 4 Stockwerken mit einem Balkon im 3. Stock und stilisierter Umgebung Finnish Istitute of Occupational Health 2011 AGE POWER Haus der Arbeitsfähigkeit

Zielstellung: Die Teilnehmenden  wissen was mit dem Haus der Arbeitsfähigkeit gemeint ist. Sie bauen das Haus der Arbeitsfähigkeit auf und lernen die einzelnen Stockwerke und ihre Bedeutung kennen.

Methoden:Die Teilnehmenden bauen mit vorgefertigten Stockwerkkarten unterschiedlicher Farbe das Haus der Arbeitsfähigkeit auf. Danach beschreiben sie mit Stichworten auf Karten, was ihrer Ansicht nach zu diesem jeweiligen Begriff dazu gehört.

Anschließend beschreiben die Teilnehmenden verschiedenfarbige Karten (z.B. Arbeitsfähigkeit erhalten, unterstützen, verbessern, wieder herstellen) zu jedem Stockwerk, die ihrer Meinung nach als Maßnahmen in Frage kommen könnten. Das ganze ergänzen sie durch äußere Faktoren, die sie auf runden Karten festhalten.

Darum geht's:

"Die Gesundheit im „Erdgeschoss“ bildet eine wesentliche Grundlage für eine gute Arbeitsfähigkeit. Hierzu zählen die körperliche, psychische und geistig-mentale Gesundheit die die Voraussetzung für eine gewisse Leistungsfähigkeit im Arbeitsleben bilden.

Das Erdgeschoss kann die Anforderungen der Arbeit nur dann gut tragen, wenn im 1. Stock eine adäquate ausreichende berufsspezifische Kompetenz vorhanden ist.

Hierzu zählen eine ausreichende fachliche und soziale Kompetenz. Hierzu zählen Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten Sie müssen kontinuierlich im Verlauf ihres Arbeitslebens ausgebaut werden („lebenslanges Lernen“). Die Bedeutung dieses Stockwerks nimmt in der sich schnell wandelnden Arbeitswelt zu.

Der 2. Stock steht für die sozialen und moralischen Werte der Beschäftigten. Diese Werte tragen maßgeblich zur (oft charakteristischen)betrieblichen Arbeitskultur bei. Hier geht es zum Beispiel um Würde, Respekt, Anerkennung und Gerechtigkeit, aber auch um Bindung an die Einrichtung, Motivation und Engagement. Beschäftigte entwickeln ihr persönliches Konzept, sich in das Arbeitsleben einzubringen. Dies wirkt sich auch auf die Fähigkeit und Bereitschaft zulernen und sich weiter zu qualifizieren (1. Stock) aus. Zu diesem Stockwerk gehörenauch die Einstellungen gegenüber der Leistungsfähigkeit Älterer (z. B. Defizit- vs. Kompetenzmodell).

Im 3. Stock wird die Arbeit mit allen Aspekten des Arbeitsinhalts (physische, psychische und soziale Anforderungen), der Arbeitsumgebung sowie der Arbeitsorganisation  und der Führung zusammengefasst. Die Führung nimmt eine besonders wichtige Stellung ein, da Führungsverhalten die Arbeitsfähigkeit der Mitarbeiter wesentlich beeinflussen kann. Weitere zentrale Faktoren, die Gesundheit und Arbeitsfähigkeit beeinflussen können, sind, ob die Arbeitenden ihre Fähigkeiten sinnvoll einsetzen können und inwieweit sie ihre Arbeitsabläufe beeinflussen können.

So vereinigt das „Haus der Arbeitsfähigkeit“ genau diejenigen Aspekte unter einem Dach, die entscheidend sind für den Erhalt und den Ausbau der Arbeitsfähigkeit. Entscheidend ist, dass die vier Stockwerke in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen.“[1]

Material: Für die Ausgestaltung des Raumes werden benötigt:

  • Pinnwand, Gestaltungsvorlage eines Hauses
  • vorgefertigte farbige große Karten oder A 3 Blätter für die Stockwerke (Erdgeschoss - Gesundheit; 1.Stock - Kompetenz; 2.Stock - Werte; 3. Stock - Arbeit)
  • zu den Stockwerken passende farbige Karten zur Beschreibung des Stockwerkes - siehe Anlage
  • Karten in 4 Farben für die Darstellung der Maßnahmen
  • runde Karten für die äußeren Bedingungen
  • Stifte, Pinnnadeln
  • Hintergrundmaterial WAI Leitfaden; Why WAI

[1] Ab Absatz „Die Gesundheit“ abgewandelte Form - auszugsweise aus dem Leitfaden  „Der Work Ability Index- ein Leitfaden“, BAuA 2007

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