Arbeits- und Gesundheitsschutz

Arbeitszeit: Wunsch und Wirklichkeit

Arbeits- und Gesundheitsschutz

Arbeitszeit: Wunsch und Wirklichkeit

Mikrozensus und SOEP zu Arbeitszeiten und -wünschen kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen.
Schild Work-Life-Balance magann, Clipdealer.de Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Berufs- und Privatleben fördert die Gesundheit.

Die Auswertungen zu Arbeitszeiten und Arbeitszeitwünschen aus dem Mikrozensus und dem SOEP kommen trotz ähnlicher Fragestellung zu unterschiedlichen Ergebnissen. Das DIW Berlin untersuchte den Sachverhalt.

Nach Ergebnissen des Mikrozensus hatten im Jahr 2015:

  • gut 2,7 Millionen Erwerbstätige im Alter von 15 bis 74 Jahren den Wunsch nach zusätzlichen Arbeitsstunden,
  • während 1 Million Erwerbstätige weniger arbeiten wollten

Für dasselbe Berichtsjahr ermittelte das DIW Berlin auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels:

  • knapp 5,3 Millionen Erwerbstätige im Alter von 18 bis 64 Jahren mit Wunsch nach einer Erhöhung
  • und 18,0 Millionen Erwerbstätige mit Wunsch nach einer Reduzierung der Arbeitszeit.

In beiden Befragungen wird darauf hingewiesen, dass eine Erhöhung der Arbeitszeit mit einem entsprechenden Verdienstanstieg und eine Reduzierung der Arbeitszeit mit einem entsprechend verringerten Einkommen verbunden sind.

Was sind die Gründe für diese vollkommen unterschiedlichen Ergebnisse? Sind relevante Schlüsselfaktoren zur Messung von Arbeitszeiten und Arbeitszeitwünschen zu identifizieren?

Der Beitrag des DIW Berlin zeigt die Gründe für die erheblich unterschiedlichen Ergebnisse auf und identifiziert relevante Schlüsselfaktoren zur Messung von Arbeitszeiten und Arbeitszeitwünschen.

Dabei werden systematisch mögliche Ursachen, Konzepte und Abgrenzungen beider Erhebungen überprüft sowie Auswirkungen der Fragenformulierung.

Der vollständige Beitrag steht auf der Website des Statistischen Bundesamtes als PDF zur Verfügung:
Arbeitszeiten und Arbeitszeitwünsche: Unterschiede zwischen Mikrozensus und SOEP | Martina Rengers, Julia Bringmann und Elke Holst in WISTA-Ausgabe 4/2017