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Perspektiven auf eine moderne Chancengerechtigkeit in der Arbeitswelt

Veranstaltung
12.10.2017, 18:30 – 21:00Deutsches Institut für Wirtschaft Berlin, Schumpeter Saal, Mohrenstraße 58, 10117 Berlin

Perspektiven auf eine moderne Chancengerechtigkeit in der Arbeitswelt

What works: Wie lassen sich Perspektiven moderner Gleichstellung in der Arbeitswelt entwickeln?
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Die fünf besten amerikanischen Orchester hatten jahrzehntelang einen Frauenanteil von insgesamt fünf Prozent. Beim Vorspielen vor den männlichen Jurys fielen die Kandidatinnen regelmäßig durch. Offenbar sind Frauen die schlechteren Musiker. Oder doch nicht?

Als eine der Jurys nicht mehr sehen konnte, ob ein Mann oder eine Frau spielte, stieg die Quote plötzlich dramatisch an. Alles, was es dazu brauchte, war ein Vorhang.

Bei der Einstellung, bei der Beförderung, beim Gehalt – überall werden Frauen massiv benachteiligt. Die Harvard-Professorin Iris Bohnet zeigt in ihrem Buch "What works", dass die Ursache dafür oft verzerrte Wahrnehmungen sind, die unsere Entscheidungen auch dann beeinflussen, wenn wir fest glauben, dass wir ganz objektiv sind. So wie die Jury überzeugt war, dass sie lediglich die musikalische Leistung bewertet.

Die Antwort auf dieses Dilemma liegt nicht in der Anpassung der Frauen an männliche Verhaltensmuster oder im Appell an unsere Objektivität. Wir können unsere Wahrnehmung nicht überlisten. Aber wir können mehr Vorhänge aufhängen und die Spielregeln ändern.

Im Gespräch mit DIW-Wissenschaftlerin Johanna Möllerström beleuchtet Iris Bohnet, wie jenseits von Quoten und Gesetzen Frauen gefördert und Perspektiven moderner Gleichstellung in der Arbeitswelt entwickelt werden können.

Es diskutieren:

  • Iris Bohnet ist Verhaltensökonomin und Professorin für Public Policy an der Harvard Kennedy School in Cambridge, Massachusetts. Seit 2012 ist sie Mitglied des Verwaltungsrats der Schweizer Großbank Credit Suisse.
  • Johanna Möllerström ist Leiterin der Abteilung Wettbewerb und Verbraucher am DIW Berlin und Professorin für Angewandte Mikroökonomie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihren Ph.D. erhielt sie 2013 von der Harvard University. Johanna Möllerström forscht überwiegend empirisch und vor allem in den Bereichen Behavioral und Experimental Economics, Public Economics und Gender Economics.

Begrüßung: Prof. Marcel Fratzscher, PhD | Präsident des DIW Berlin

Wir freuen uns über eure verbindliche Anmeldung per E-Mail an events@diw.de bis zum 11. Oktober 2017.