Broschüren

Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt

Broschüren

Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt

Aktueller Bericht des Institutes für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung
Wie verändert die digitale Revolution unsere Arbeitswelt? Rawpixel.com, Shutterstock.com Wie verändert die digitale Revolution unsere Arbeitswelt?

Im Kurzpapier "Aktuelle Berichte 24/2016" des Institutes für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) werden in Bezug auf die Digitalisierung der Arbeitswelt Substituierbarkeitspotentiale nach Geschlecht erläutert. (Quelle: Newsletter der Agentur für Querschnittsziele im ESF vom 21.12.2016)

In aller Kürze

Aus dem Vorwort zu den "Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt: Substituierbarkeitspotenziale nach Geschlecht" von Katharina Dengler und Dr. Britta Matthes, veröffentlicht in "Aktuelle Berichte 24/2016" des IAB.

  • Die fortschreitende Digitalisierung wird unsere Arbeitswelt verändern. Um die Folgen der Digitalisierung für einzelne Berufe zu bestimmen, wurde das sogenannte Substituierbarkeitspotenzial - der Anteil der Tätigkeiten, der bereits heute durch Computer oder computergesteuerte Maschinen erledigt werden könnte – berechnet (Dengler/Matthes 2015 a, b).
  • Da Frauen häufig in anderen Berufen arbeiten als Männer, finden sich teils erhebliche Differenzen zwischen Männern und Frauen bezüglich des Substituierbarkeitspotenzials. Männer haben dabei im Durchschnitt ein höheres Substituierbarkeitspotenzial als Frauen. Dies gilt über alle Anforderungsniveaus hinweg.
  • Insbesondere in den Helferberufen liegt das Substituierbarkeitspotenzial für Männer mit 54 Prozent deutlich über dem für Frauen mit 37 Prozent. Bei den Männern sinkt das Substituierbarkeitspotenzial mit steigendem Anforderungsniveau. Für Frauen hingegen ist das Substituierbarkeitspotenzial in Helferberufen niedriger als in Fachkraftberufen und sinkt erst danach in etwa dem gleichen Ausmaß wie bei Männern.
  • Das nach Berufssegmenten differenzierte Substituierbarkeitspotenzial für Frauen und Männer variiert sehr stark. Die größten Differenzen treten für das Berufssegment Unternehmensführung und -organisation auf. Hier weisen Frauen ein höheres Substituierbarkeitspotenzial als Männer auf.
  • Etwa 21 Prozent der Männer und nur ca. 8 Prozent der Frauen sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt in einem Beruf mit einem hohen Substituierbarkeitspotenzial (mehr als 70 % der Tätigkeiten sind bereits heute durch Computer oder computergesteuerte Maschinen ersetzbar). Gleichzeitig arbeiten ca. 36 Prozent der Männer und ca. 46 Prozent der Frauen in einem Beruf mit einem niedrigen Substituierbarkeitspotenzial von höchstens 30 Prozent.

Hier gibt es den vollständigen Artikel aus dem Kurzpapier "Aktuelle Berichte 24/2016" des Institutes für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB):