Broschüren

Arbeitsbedingungen beurteilen - geschlechtergerecht

Chancengleichheit

Arbeitsbedingungen beurteilen - geschlechtergerecht

Broschüre für betriebliche Interessenvertretungen
Schreibtisch mit Händen Nina Höffken Titel Arbeitsbedingungen beurteilen - geschlechtergerecht

Gender Mainstreaming in der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen

Das Thema psychische Belastungen in der Arbeitswelt hat in den letzten Jahren mehr Aufmerksamkeit bekommen – in den Medien, in der Politik und in den Betrieben. Nicht zuletzt gibt es eine intensive politische Auseinandersetzung zum Thema, die unter anderem dazu geführt hat, dass die psychischen Belastungen nun im Arbeitsschutzgesetz als verpflichtender Teil der Gefährdungsbeurteilung genannt werden.

Belastungen und Erkrankungen in den Betrieben haben zugenommen, das Thema ist stärker in der Öffentlichkeit. Unternehmen und Verwaltungen beschäftigen sich auf unterschiedliche Weise mit dem Thema. Gesundheitsmanagement ist mittlerweile ein betrieblicher Standard und vieles mehr. Man könnte sagen, es gehört dazu, sich mit Gesundheitsfragen im Betrieb zu befassen. Das ist gut.

Mit dieser Neuauflage der Handlungshilfe  ‚Arbeitsbedingungen beurteilen – geschlechtergerecht‘ soll Position bezogen werden in diesem vielfältigen Handlungsfeld. Dazu gehört der kritische Blick auf die betrieblichen Prozesse und die Vorgehensweisen im Prozess der Gefährdungsbeurteilungen.

Wir setzen hier Akzente durch:

  • Eine Einbettung des Themas in gesellschaftliche Entwicklungen und im Wandel der Arbeitswelt: Die gesellschaftlichen Hintergründe der zunehmenden Belastungen sind zu betrachten und bei der Bearbeitung zu berücksichtigen.
  • Die Arbeitsbedingungen und Arbeitsverhältnisse stehen im Mittelpunkt der Analyse und Veränderung: Arbeitsbedingungen sind zu verbessern, nicht das Verhalten der Menschen ist zu optimieren.
  • Es ist deutlich zu machen, dass es um betriebliche Fragestellungen und nicht um individuelle Themen und Befindlichkeiten geht.
  • Es sind Klärungen und Erläuterungen erforderlich, um das Ziel der Prävention in den Fokus zu stellen und die immer noch häufige Verwechslung von psychischen Belastungen und psychischen Erkrankungen zu vermeiden.

Mit dieser Broschüre soll das Thema betrieblichen Interessenvertretungen näher gebracht werden. Die Handlungshilfe soll sie dabei unterstützen, eine Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen unter Genderperspektive auf den Weg zu bringen und mitzugestalten. Das Vorgehen wird hier konkret und mit Beispielen erläutert und es werden Anregungen, Hinweise und Erfahrungen weitergegeben.

Überarbeitete 2. Auflage, Dezember 2013
Inhalte: Sujet GbR: Sonja Nielbock, Michael Gümbel, Redaktion: Heike Werner
DIN A 5, 72 Seiten