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Elterngeld hat soziale Normen verändert

Vereinbarkeit

Elterngeld hat soziale Normen verändert

Ein DIW-Bericht zeigt: Die meisten Frauen gehen nach der Geburt ihres Kindes ein Jahr in Elternzeit.
Vater Kind Elternzeit Africa Studio, #144002057, Fotolia.com Durch das Elterngeld nehmen jetzt auch immer mehr Papas Elternzeit für ihren Nachwuchs.

Das im Jahr 2007 eingeführte Elterngeld hat soziale Normen verändert. Wie ein aktueller DIW-Bericht zeigt, gehen die meisten Frauen nach der Geburt ihres Kindes ein Jahr in Elternzeit.

Vor allem Mütter mit mittleren und höheren Einkommen, die von den früheren Erziehungsgeldregelungen nicht hätten profitieren können, pausieren also länger von ihrem Beruf.

Weitgehend gesellschaftlich akzeptiert ist, dass auch Väter Elternzeit nehmen, meist zwei Monate. Die Analysen verdeutlichen, dass nicht nur die finanziellen Anreize selbst, sondern auch das Verhalten von Arbeitskolleginnen Eltern in diese Richtung gelenkt haben.

Darüber hinaus wirkt das Elterngeld auch auf Personen, die gar nicht selbst Elterngeld beziehen: So haben viele Großeltern, deren Söhne nach Einführung des Elterngeldes Kinder bekommen haben, ihre Vorstellungen von Geschlechterrollen verändert.

Um eine egalitäre Aufgabenverteilung bei der Erwerbs- und Familienarbeit zu forcieren, sind Erweiterungen des Elterngeldes geeignet, beispielsweise das vom DIW Berlin untersuchte Modell einer Familienarbeitszeit.

Auch Geldleistungen, die beispielsweise an eine stärkere Beteiligung der Väter bei der Kinderbetreuung geknüpft sind, könnten soziale Normen weiter verändern.

Den vollständigen Bericht findet ihr auf der Website des DIW als PDF:
Elterngeld hat soziale Normen verändert | DIW Wochenbericht 34/2017 von Katharina Wrohlich

Übrigens: Die Neuauflage 2017 der ver.di-Infobroschüre "Kinder und Beruf" gibt Tipps zum Basiselterngeld, ElterngeldPlus und zur Elternzeit, sie steht hier ebenfalls als PDF zur Verfügung.